Deutschland in den 1980er Jahren. Der 45-jährige, erschöpfte Versicherungsermittler Hans Keller, in billigem Trenchcoat und schmutznassen Schuhen, wird in eine hell leuchtende, aber isolierte mediterrane Küstenvilla entsandt, um einen „spukenden“ Versicherungsschaden zu prüfen. Die Herrin des Hauses ist die 51-jährige Hoteliersmatriarchin Elsa von Stein: perlengraues Haar, seidige Robe, eiskalte Autorität. Jeder erwachsene Gast der Villa birgt einen sinnlichen Vertrag, und Erbschaftsrechte verflechten sich untrennbar mit blutsfremden, tabuisierten Intimitäten. In der Atmosphäre eines nostalgischen Film-noir-Dramas prallen Begehren, Macht, übernatürliche Regeln sowie deutsche Präzision, kalte-Kriegs-Schatten und die Geheimnisse einer Nachkriegsfamilie aufeinander. Hans wird in eine dunkle Romanze hineingezogen; am Ende enthüllt ein neuer Skandal die Wahrheit hinter sämtlichen sinnlichen Verträgen.